
In den letzten Jahren hat die so genannte minimal invasive Hüft-Endoprothetik zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Auch an unserem Krankenhaus führen wir diese Methode durch.
Bei diesem Operationsverfahren wird über einen kleinen Hautschnitt unter Schonung der Muskulatur und der Sehnen die Implantation des künstlichen Hüftgelenkes durchgeführt.
Welche Vorteile sind von einer minimal invasiven Implantation des künstlichen Hüftgelenkes zu erwarten?
Für den Patienten zunächst augenscheinlich ist es der kurze Hautschnitt, der lediglich in einer kleineren unauffälligeren Narbe resultiert.
Wesentliche Vorteile sind: weniger postoperative Schmerzen durch den Muskel schonenden Eingriff, ein möglicherweise geringerer Blutverlust und durch die rasche Heilung der weniger traumatisierten Weichteile eine raschere Rehabilitation.
Da beim operativen Zugang die Muskulatur und die Sehnen nicht durchtrennt werden, sondern lediglich zur Seite gehalten werden, um das Gelenk darzustellen, kann postoperativ mit einer Sofortmobilisation begonnen werden, was vor allem in der ersten postoperativen Phase dem Patienten zugute kommt.
Mit der in unserem Hause durchgeführten Operationsmethode können Standard-Implantate mit Langzeiterfahrung eingesetzt werden. Implantatmodifikationen, dessen Auswirkungen auf das Langzeitergebnis noch nicht sicher sind, aber nur zum Ziel des minimal invasiven Zuganges geändert wurden, werden bei uns nicht angewendet.
Wir bevorzugen in unserer Klinik die zementfreie Verankerung von Hüftprothesen aus Titan bzw. Titanlegierungen; als Gleitpartner dient ein in den letzten Jahren neu entwickelter verschleißarmer Kunststoff, der ein Garant für eine lange Haltbarkeit des Kunstgelenkes darstellt.
Nach einer frühen Mobilisationsphase unter krankengymnastischer Anleitung, krankengymnastischer Beübung und Behandlung in unserem Bewegungsbad wird auf Wunsch des Patienten von unserem Sozialdienst eine Anschlussheilbehandlung eingeleitet.
Üblicherweise erfolgt die direkte Verlegung aus unserem Krankenhaus in die entsprechende Klinik.
Wir beraten Sie in unserer Sprechstunde umfassend und gewissenhaft, ob die minimal invasive Operationsmethode für Sie geeignet oder die offene Operationsmethode vorzuziehen ist.
Foto oben: Chefarzt Dr. Artur Klaiber
Fotograf: Stefan Rossmann, Ebersberg